…, warum die Mettwurst Mettwurst heißt?

Weil Mett, also klein gehacktes Schweinefleisch ohne Speck, in der Mettwurst enthalten ist bzw. die Wurst aus Mett besteht. Aber die Mettwurst heißt nicht überall Mettwurst, sondern auch Teewurst. Nicht etwa weil Tee in der Wurst ist, sondern weil die Wurst früher zur Teezeit am Nachmittag gereicht wurde.

…, dass die Mettwurst auch Knackwurst genannt wird?

Neben Teewurst oder Mettenden wird die Mettwurst in manchen Regionen Deutschlands auch Knackwurst genannt. Speziell in Sachsen und Thüringen und rund um den Harz werden die eigentlich gar nicht so knackigen Mettwürste dort so bezeichnet.

…, dass Mettwürste zu den Rohwürsten gehören?

Das bedeutet, dass das Schweinefleisch nicht gekocht wird wie bei den Kochwürsten oder die Wurst nach dem Abfüllen nicht gebrüht wird. Das Schweinefleisch wird zerkleinert, gewürzt, gesalzt und trocknet dann einfach. Durch mikrobielle Vorgänge und durch das Nitritpökelsalz wird die Mettwurst dann haltbar gemacht.

…, dass Mettwürste entweder lufttrocknen oder geräuchert werden?

Ob die Mettwürste luftrocknen oder geräuchert werden hängt zum Teil auch von der Region ab. Während es im Ruhrgebiet typisch ist die Mettwürste zu räuchern, lassen wir im Münsterland sie lufttrocknen. Für die Haltbarkeit gibt es keinen Unterschied – geschmacklich schon.

…, dass es luftgetrocknete Mettwurst auch online zu kaufen gibt?

Weil die Wurst eben eine Rohwurst ist, nicht gekühlt werden muss und in der Vakuum-Verpackung bis zu drei Wochen haltbar bleibt, kann man die Mettwurst online kaufen und sich vor die Haustür liefern lassen. Hoch lebe das digitale Zeitalter!


…, dass ein Knochenschinken bis zu 1,5 Jahre reift?

Von allen Schinkensorten reift der Knochenschinken am längsten – nämlich bis zu 18 Monate. Generell kann man sagen, dass es sich beim Schinken wie beim Wein verhält: Je länger er lagert/reift, desto besser ist er. Nicht umsonst ist Papa Paul besonders stolz auf unseren westfälischen Knochenschinken.

…, warum der westfälische Knochenschinken so besonders ist?

Zum einen wegen der traditionellen Herstellung und der langen Reifung, zum anderen weil er geografisch geschützt ist. Vor Jahrhunderten war Westfalen von Eichenwäldern bewachsen. Die Schweine wurden in die Eichenwälder zum Fressen getrieben: Eine Art der Schweinemästung, die dem Fleisch und daher dem Schinken einen besonderen Geschmack verleiht.

…, dass Fleisch zu 70 Prozent aus Wasser besteht?

Neben Wasser enthält Fleisch die Mineralstoffe Zink und Eisen, die B-Vitamine B1, B2, B12, Niacin und eine hohe Nährstoffdichte. Anders als oft angenommen ist der Fettgehalt beim Fleisch gar nicht so hoch. Bei einem Schweinefilet von 100 Gramm kommt man beispielsweise auf nur 2 Gramm Fett.

…, dass es für Spare Ribs früher kaum eine Verwendung in Deutschland gab?

Die Spare Rips wie wir sie heute essen kamen aus den USA zu uns nach Deutschland und wurden dann immer beliebter. In Deutschland hatte man für die “Knochen” früher – bis auf für die Wurst – kaum eine Verwendung.

…, was Kochwurst, Brühwurst und Rohwurst bedeutet?

Bei der Kochwurst werden die Ausgangsmaterialien wie Kopffleisch, Schweinewammen oder die ganze Wurst gekocht (Beispiel: Leberwurst und Rotwurst)

Die Brühwurst wird nach der Produktion bei ungefähr 70 Grad abgebrüht, um sie schnittfest zu machen (Beispiel: Münsterländer Mett)

Die Rohwürste kommen nach der Herstellung in eine Reife- oder Räucherkammer und werden nicht mehr behandelt (Beispiel: Schinken und Mettwurst)

…, was die Faustregel für ein gutes Steak ist?

Erstmal natürlich das Fleisch. Beim Anbraten gilt dann: So dick wie das Steak ist, so lange sollte es von beiden Seiten angebraten werden. Habt ihr also ein drei Zentimeter dickes Steak, dann bratet ihr es drei Minuten scharf von beiden Seiten an. Wenn ihr euer Steak medium mögt, dann packt es noch in Alufolie und lasst es bei 80 bis 100 Grad für 10 Minuten im vorgeheizten Ofen garen.