Deftige Hausmannskost und gesundes Superfood: Grünkohl und Möhren sind beides. Sie schmecken als Zutat in Säften oder Smoothies oder im Eintopf nach Omas Art mit deftiger Fleischeinlage. Wir haben den Grünkohl- und Möhreneintopf mal genauer unter die Lupe genommen…

Gruenkohleintopf mit Mettenden

Grünkohleintopf

Grünkohl mit Mettenden, Grünkohl mit Kassler, Grünkohl mit Pinkel, Grünkohl mit Speck oder Grünkohl ganz ohne Fleischeinlage: Die Rezepte und Zubereitungsarten von Grünkohl fallen – je nach Region – unterschiedlich aus. Während manche traditionell (Gänse-)Schmalz nutzen, dünsten andere die Zwiebeln in Butter an. Zum Aufkochen nutzt der Eine eine klassische Rinderbrühe, der Andere einen Gemüsefond. Manchmal wird frischer Grünkohl in dem Eintopf verarbeitet, manche setzen auf die tiefgekühlte Version. Und dann kommt es nicht selten auf die Feinheiten an: mit Haferflocken verlängert oder mit Senf verfeinert… So verschieden wie die einzelnen Zutaten und Zubereitungswege, sind auch die Namen für den Grünkohl, der auch unter Krauskohl oder Winterkohl bekannt ist. In der Region um Braunschweig wird Grünkohl zu Braunkohl, in der Schweiz wird er Federkohl genannt, aber auch Friesische oder Oldenburger Palme sind regionsspezifische Bezeichnungen für den Grünkohl.

Grünkohl im Weckglas

 

So oder so, Grünkohl ist in Deutschland seit Jahrhunderten ein bekanntes Wintergemüse und der Grünkohleintopf ein beliebtes deutsches Gericht – vor allem im Winter. Er hält nicht nur warm, sondern kommt auch aufgrund der Winterernte in der kalten Jahreszeit gerne auf den Tisch. Denn der Grünkohl wird in den Frühjahrsmonaten angebaut und (früher) nach dem ersten Frost geerntet. Kalte Temperaturen machen dem Kohl nichts aus, weswegen man ihn den ganzen Winter über ernten und dementsprechend saisonal zubereiten kann.

Hausmannskost und Superfood

Moehreneintopf

Karotten-Kartoffel-Eintopf

Im 16. Jahrhundert wurde der Grünkohl in Deutschland bereits entdeckt und ist seitdem auf der heimischen Speisekarte zu finden. Vor allem die deftige Fleischeinlage mit Mettenden, Kassler, Bockwurst und/oder Speck macht es gleichzeitig zur Hausmannskost und einem regionalen Superfood. Denn: Grünkohl, das ist nicht neu, ist sehr gesund aufgrund des hohen Protein- und Eisengehaltes. Zugegeben: Ein Eintopf mit Mettenden, Speck und Kassler in Schmalz angebraten ist nicht wirklich kalorienarm, aber dennoch reich an Vitaminen. Und weil Grünkohl so gesund ist, wird er auch in Smoothies und vielen Säften verarbeitet.

Eingeweckter Möhreneintopf mit Frikadellen

Nicht ganz so regionsspezifisch wie der Grünkohleintopf ist der Möhreneintopf. Obwohl auch hier beim Namen zwischen Möhren- und Karotteneintopf oder Möhren-Kartoffeleintopf und bei der Möhre selbst zwischen Mohrrübe, Gelbrübe, Wurzel oder Rübli unterschieden wird. Hauptzutaten sind jedenfalls Möhren/Karotten und Kartoffeln. Manche essen zu dem etwas süßlichen Möhreneintopf gerne deftige Mettenden, mischen dem Eintopf Hack unter oder servieren ihn mit Frikadellen oder Bockwürsten. Ohne Fleisch geht es natürlich auch, mit Ingwer oder etwas Fetakäse verfeinert. Und wer zu viel des Eintopfes übrig hat, der kann das übrig gebliebene auch in einem Weckglas einkochen und auf diese Weise haltbar machen. Dabei kann nur der frische Grünkohl eingeweckt oder der zubereitete Eintopf mit Fleischeinlage eingekocht werden. Wer nicht selber kochen möchte, der kann sich den Grünkohl- und Möhreneintopf auch ganz einfach online kaufen und per Mausklick bei uns bestellen.

 

 


Jetzt an die kalte Jahreszeit denken und übrig gebliebenes Obst und Gemüse einmachen! Längst ist das nicht mehr nur etwas für unsere Großmutter. Das Einmachen oder Einwecken feiert Revival. Auch Fleisch und Bolognese lässt sich wunderbar einkochen…

Kellerregale gefüllt mit Gläsern voll Obst und eingelegten Gurken: Ein Bild, das wahrscheinlich viele mit ihrer Urgroßmutter oder Oma verbinden. Im Sommer oder Spätsommer wurden die übrig gebliebenen Früchte und Beeren gesammelt und für den Winter haltbar gemacht. Heute kennen wir das Konservieren in Gläsern als „einkochen“ oder „einwecken“.

Bereits Ende des 19. Jahrhunderts fand der Chemiker Rudolf Rempel heraus, dass gewindelose Gläser mit einem Gummiring und Deckel luftdicht verschlossen und der Inhalt durch Kochen konserviert werden kann. Das Patent für diesen Prozess und die dafür entwickelten Gläser erwarb 1895 Johann Carl Weck. Die Weckgläser waren geboren.

Eingekochtes feiert Revival

 Eingekocht wurde also schon vor mehr als 100 Jahren. Vor allem in Zeiten der Lebensmittelknappheit war das Haltbarmachen von Speisen in Deutschland gefragter denn je. Nach Jahren in Vergessenheit ist das Einwecken heute wieder angesagt. Ein Grund dafür sind die im Trend liegenden Weckgläser, die zum Anrichten und Servieren von Speisen und Getränken in so manchen Restaurants und Bars zum Einsatz kommen oder im privaten Haushalt perfekt für die Dekoration oder zur Aufbewahrung genutzt werden können.

Das Einwecken ist auch wieder populär, weil es eine Methode ist, die ohne Konservierungsstoffe frisch gekochte Gerichte bis zu einem Jahr haltbar machen kann – ohne sie zu Kühlen und ohne Müll produziert zu haben.

Gerichte einwecken und haltbar machen

Längst sind es eben nicht mehr nur Beeren und Gurken, sondern alle möglichen Gerichte vom Grünkohl- oder Karotteneintopf bis hin zu Suppen, Fleisch und Bolognese, die eingekocht werden können. Auch Brot und Kuchen kann im Wasserbad erhitzt und im Weckglas konserviert werden. Gerade in Zeiten, in denen die Leute länger arbeiten und die Anzahl der Singlehaushalte steigt, wird Eingewecktes wieder interessant.

Einkochen kann eigentlich jeder mit den richtigen Gläsern. Sobald sie mit den Inhalten gefüllt sind, kommen die Gläser in ein Wasserbad und kochen bei 170 Grad. Der Druck, der beim Abkühlen entsteht, sorgt dafür, dass sich das Deckel und Glas an das Gummi saugen und so ein Vakuum entsteht. Wer unsere Gläser also noch zu Hause hat, kann es ja einfach mal ausprobieren. Viel Spaß dabei!

 


Wie bewahre ich die Wurstwaren eigentlich auf? Welche Produkte müssen in den Kühlschrank und wie erhitze ich die Gerichte am besten? Diese Fragen rund um die Haltbarkeit und Lagerung haben wir gestellt… Nicht irgendwem, sondern dem Experten überhaupt: Papa Paul.  

Paul

Fangen wir mal so an: Welche Frage wird dir häufig gestellt? 
Was mit der luftgetrockneten Mettwurst passiert ist, wenn sie im Kühlschrank weiße Flecken bekommen hat. Die Frage wurde mir schon oft gestellt.

Und was ist da passiert?
Die Feuchtigkeit im Kühlschrank setzt sich auf der Mettwurst ab und dadurch entsteht ein weißer Belag. Das ist aber kein Schimmel. Man wäscht die Mettwurst dann einfach mit kaltem Wasser ab und hängt sie bei Raumtemperatur auf, sodass sie von allen Seiten trocknen kann.

Hast du noch einen Tipp, was die luftgetrocknete Mettwurst betrifft?
Die luftgetrocknete Mettwurst kann man sehr gut online kaufen und bestellen, denn sie hält sich vakuumiert bis zu acht Wochen. Wenn die luftgetrocknete Mettwurst gerade aus der Vakuum-Verpackung kommt, kann sie zunächst „streng“ riechen. Das ist normal. Am besten nimmt man sie einen Tag vor dem Verzehr aus der Vakuum-Verpackung und lässt sie bei Raumtemperatur „atmen“.

Also lagert man die vakuumierten Wurstwaren und den Schinken besser nicht im Kühlschrank?
Nein, im Winter und bei Temperaturen bis 20 Grad müssen die Wurstwaren und der Schinken in Vakuum nicht in den Kühlschrank. Die Mettwurst hält bis zwei Monate, der geschnittene Schinken zwei bis drei Monate und der Schinken am Stück sogar noch länger, auch wenn die Produkte nicht im Kühlschrank lagern. Aber: Es sollten keine 30 Grad in der Wohnung sein, das hält auch der Schinken nicht aus.

Und wenn ich die erste Scheibe verputzt habe, was mache ich dann?
Dann kommt der luftgetrocknete Schinken, die luftgetrocknete Mettwurst oder auch die Pfefferbeißer in den Kühlschrank. Am besten nimmt man die Produkte aus der Vakuum-Verpackung und legt den geschnittenen Schinken in eine Butterbrotdose, damit er sein Aroma entfalten kann. Dann hält sich der Schinken beispielsweise nochmal ungefähr sechs Tage, die Mettwurst und Pefferbeißer im Kühlschrank noch etwa vier Tage. Auf den Tag genau lässt es sich nie genau sagen, das hängt unter anderem auch von der Temperatur im Kühlschrank ab.

Kritisch wird es bei 30 Grad in der Wohnung oder im Haus

Und wie ist das mit den Gerichten im Weckglas? Wie bewahre ich die auf?
Am besten in der Abstellkammer, da ist es meistens dunkel. Bei Raumtemperatur geht alles. Wenn es über 25 Grad wird, dann muss man aufpassen, dass die Gerichte nicht gären. Wenn also die Abstellkammer unter dem Dach liegt und im Sommer die Sonne darauf scheint, dann sollte man sich die Weckgläser auf jeden Fall vor dem Verzehr nochmal genau anschauen.

Dann also direkt kochen. Apropos, wie mache ich die Gerichte am besten warm?
Am effektivsten ist der Topf. Also das Gericht in einem Topf geben und dann auf dem Herd erhitzen. Man kann das Weckglas auch in die Mikrowelle stellen, aber dann kann es sein, dass es nicht gleichmäßig erwärmt wird. Und umrühren lässt es sich im Topf auch besser.

Was hast du sonst noch für Tipps?
Beim Münsterländer Mett, der Rotwurst und dem Brot kann man am besten innen am Glas mit einem Messer entlang fahren, damit sich die Produkte vom Glas lösen und sich so einfacher rausnehmen lassen.